
Stand am 29. September 2026: Die verpflichtende Erfassung der Arbeitszeit in Belgien ist ab dem 1. Januar 2027 geplant. Der Text ist noch nicht im belgischen Staatsblatt (Belgisch Staatsblad) veröffentlicht. Laut Deloitte (22. September 2026) stehen die praktischen Regeln, Ausnahmen und Sanktionen erst fest, wenn das Gesetz verabschiedet und veröffentlicht ist.
„Muss ich eine Stempeluhr kaufen?“ Diese Frage stellen Unternehmer am häufigsten, seit die geplante Arbeitszeiterfassung in den Nachrichten ist. Die kurze Antwort: nicht unbedingt. Was Sie brauchen werden, ist ein System, das die Arbeitszeit Ihrer Mitarbeitenden objektiv, verlässlich und zugänglich erfasst. Wie dieses System aussieht, entscheiden Sie weitgehend selbst.
In diesem Artikel lesen Sie, was die Pläne verlangen, warum „Stempeluhr“ zur Schlagzeile wurde, welche drei Optionen es gibt und worauf Teams achten sollten, die nicht jeden Morgen durch dieselbe Tür kommen.
Was die Pläne verlangen: objektiv, verlässlich und zugänglich
Securex fasst es so zusammen: Es kommt keine Stempeluhr-Pflicht, wohl aber die Pflicht, die Arbeitszeit mit „einem objektiven, verlässlichen und zugänglichen System“ zu erfassen (Securex, 12. Mai 2026). So wie es derzeit berichtet wird, und vorbehaltlich des endgültigen Texts, heißt das:
- Objektiv: Die Erfassung zeigt die tatsächlich gearbeitete Zeit, nicht nur den Dienstplan.
- Verlässlich: Daten lassen sich nicht einseitig ändern, ohne dass eine Spur bleibt.
- Zugänglich: Mitarbeitende und Arbeitsinspektion können die Daten einsehen.
SD Worx schreibt, dass es um die tatsächlich geleistete Arbeitszeit geht und dass Sie die Daten fünf Jahre aufbewahren müssen (SD Worx). Auch das ist so berichtet, vorbehaltlich des endgültigen Texts.
Warum „Stempeluhr“ zur Schlagzeile wurde
Als die Maßnahme Ende 2025 im Haushaltsabkommen auftauchte, sprachen sofort alle von einer Stempeluhr. Der flämische Mittelstandsverband UNIZO nannte sie „einen Schritt zurück“ und warnte vor „einer zusätzlichen Verwaltungsschicht“ (UNIZO, 27. November 2025). Das Bild eines Geräts an der Wand blieb hängen. Laut Securex geht es aber nicht unbedingt um Stempeluhren, sondern um eine Methode, die Arbeitszeit zu messen.
Drei Wege, die Arbeitszeit zu erfassen
Es gibt keine richtige oder falsche Wahl. Es hängt davon ab, wo und wie Ihr Team arbeitet.
| Option | Passt zu | Erfasst gut | Schwachstellen | Verbindung zu Lohn und Rechnung |
|---|---|---|---|---|
| Terminal oder Badge-Leser an der Wand | Teams, die an einem Standort beginnen und aufhören | Kommen und Gehen an diesem Standort | Arbeit beim Kunden, unterwegs oder im Homeoffice | Meist per Export an Ihr Sozialsekretariat (in Belgien der externe Lohnabrechner) |
| Separate Zeiterfassungs-App | Teams, die verteilt arbeiten | Beginn, Ende und Pausen, auch aus der Ferne | Noch ein Tool neben Ihrer Ticket- oder Projektsoftware; doppelte Eingabe | Export an die Lohnabrechnung; Rechnungen separat |
| Zeiterfassung in Ihrem Service- oder Projekttool | Dienstleister, die Tickets, Projekte und Rechnungen schon verwalten | Arbeitszeit und die Stunden pro Kunde oder Auftrag | Weniger geeignet, wenn Sie keine Tickets oder Projekte nutzen | Arbeitszeit an die Lohnabrechnung, abrechenbare Stunden auf die Rechnung |
Teams, die nicht durch eine Tür kommen
Viele kleine Dienstleister haben Techniker beim Kunden, Kollegen im Homeoffice und Leute in Rufbereitschaft. Für sie ist ein Gerät an der Wand keine Lösung. Prüfen Sie bei jeder Option:
- Erfassung dort, wo gearbeitet wird, nicht nur im Büro.
- Pausen als eigene Angabe, nicht als geschätzter Abzug.
- Korrekturen mit Spur: wer hat was wann geändert.
- Freigabe durch eine Führungskraft, bevor die Woche abgeschlossen wird.
- Rufbereitschaft und Fahrten: Klären Sie mit Ihrem Sozialsekretariat, wie Sie diese erfassen.
Und in Deutschland?
Deutschland-Kasten (Stand 29. September 2026). Seit dem Beschluss des Bundesarbeitsgerichts vom 13. September 2022 (1 ABR 22/21) steht fest, dass Arbeitgeber die Arbeitszeiterfassung ihrer Arbeitnehmer sicherstellen müssen, gestützt auf § 3 Abs. 2 Nr. 1 ArbSchG. Ein Gesetz, das Form und Details regelt, befindet sich laut IHK Rhein-Neckar „noch im frühen Stadium der Gesetzgebungsverfahren“. Welche Form der Erfassung künftig vorgeschrieben ist, lässt sich daher noch nicht sagen.
So geht Xcellerate OPS damit um
Xcellerate OPS ist ein Service Desk, der mit Projekten, Angeboten, Stundenzetteln und Rechnungsstellung mitwächst. Für die geplante Arbeitszeiterfassung bietet OPS:
- Erfassung von Beginn und Ende des Arbeitstags;
- Erfassung von Pausen;
- einen unveränderlichen Audit-Trail aller Einträge und Korrekturen;
- einen Export für Ihre Lohnabrechnung.
Zusätzlich erfasst Ihr Team die Zeit pro Ticket oder Projektaufgabe, mit dem Timer oder im Stundenzettel. So sehen Sie pro Techniker nebeneinander, wie viel gearbeitet wurde und wie viel davon abrechenbar ist.
Stundenzettel pro Woche: gesamt und abrechenbar pro Techniker (Demodaten).
In den Einstellungen legen Sie fest, bis wann Zeiten noch geändert werden dürfen, welche Felder Pflicht sind und ob normale Benutzer nur mit dem Timer erfassen dürfen.
Zeit und Stundenzettel: Sperrdatum, Freigabe und Pflichtfelder (Demodaten).
OPS hilft Ihnen, die geplanten Regeln einzuhalten. Was Ihr Unternehmen konkret braucht, bestimmen der endgültige Text und Ihr Sozialsekretariat. Mehr zu den Funktionen lesen Sie auf der Seite Zeiterfassung & Abrechnung. Die Schritte zur Einrichtung stehen in Arbeitszeiterfassung 2027 in Xcellerate OPS einrichten. Den Hintergrund der Maßnahme lesen Sie in Arbeitszeiterfassung in Belgien ab 2027.
Checkliste: 5 Fragen, bevor Sie etwas kaufen
- Wo arbeitet Ihr Team? An einem Standort, beim Kunden, zu Hause oder gemischt?
- Erfasst das Tool Beginn, Ende und Pausen, und können Mitarbeitende ihre eigenen Daten sehen?
- Bleibt jede Korrektur sichtbar, mit wem und wann?
- Wie kommen die Daten zu Ihrem Sozialsekretariat? Fragen Sie, welchen Export es annimmt.
- Muss Ihr Team doppelt erfassen? Einmal für die Arbeitszeit und noch einmal für die Rechnung kostet jede Woche Zeit.
Testen Sie es mit Ihrem eigenen Team
Starten Sie kostenlos mit einem Workspace und testen Sie die Zeiterfassung einen Monat lang mit Ihrem Team, lange vor dem 1. Januar 2027. Sie möchten Unterstützung? Wir planen gern ein kostenloses Einführungsgespräch per Video und importieren Ihre Daten aus mehr als 20 Plattformen.

